Sandra' Bullcatcher – East Dogs Bremen

Debakel im Heimspiel

5 – 15 verloren (und das vollkommen berechtigt)

Es gibt Tage, da macht es echt keinen Spaß über ein Spiel zu berichten. So ein Tag ist heute.

Die Bullcatcher hatten sich viel vorgenommen für das Spiel gegen die East Dogs, die punktgleich mit den Bullcatchern gegen den Abstieg kämpfen. Im Hinspiel hatten die Bullcatcher noch 11:9 gewonnen. Für das heutige Rückspiel war man entsprechend positiv eingestellt. Leider mussten die Bullcatcher krankheitsbedingte Ausfälle kompensieren, Rosi und Ales, beide zwei unserer besten Spieler, haben sich eine Auszeit durch Grippe genommen. Zwei Ausfälle, die sich negativ für die Bullcatcher auswirkten.

Nach den beiden Doppelspielen stand es noch 2:2, die Einzelspiele waren ein Desaster. Nur Rudi konnte zwei Einzelspiele gewinnen, Matze eines. Das wars, mehr war nicht zu holen. Wer die Blamage genauer ansehen will, kann sich den unten angeführten Spielbericht zu Gemüte führen, ich will hier nicht im Einzelnen auf die blamagen Ergebnisse eingehen.

Aber kommen wir doch lieber zu den positiven Dingen. Unsere Freunde von den East Dogs waren faire Gewinner und wir haben auch viel Spaß neben und bei den Spielen gehabt. Als sie ins Wohnzimmer kamen, brachten Sie gleich gute Laune mit und einen zahlreichen Anhang. Besonders sei dabei herauszustellen, das sie auch einen Fan, Verwandten, Freund – was auch immer – im Rollstuhl mitbrachten. So sieht angewandte Inklusion und Freundschaft aus. Da kommt man ins Grübeln, und nicht nur weil Weihnachten ist. Man regt sich über Kleinigkeiten im Leben auf, streitet sich über Nichtigkeiten und vergisst dabei, wie wichtig eigentlich die Gesundheit ist. Menschlichkeit und Zusammenhalt ist in der heutigen schnelllebigen Zeit Seltenheit geworden. Um so mehr finde ich persönlich, und ich glaube das spreche ich der ganzen Mannschaft aus dem Herzen, es toll, das die East Dogs so barrierefrei sind. Und der Zusammenhalt ist in dieser Zeit um so wichtiger als es je war. In Zeiten, in denen mehr darüber diskutiert wird welche Pappnasen an Parteispitzen stehen als darüber, das Millionen Rentner Nebenjobs ausüben oder Flaschen sammeln müssen um zu überleben. In Zeiten in denen mehr über eine 16jährige Dummbratze aus Schweden berichtet wird als über die sozialen Missstände in Deutschland. Wo es wichtiger ist E-Autos zu bauen und in 3.-Welt-Ländern Kinderarbeit geduldet wird statt in diesen Ländern effektive Entwicklungshilfe zu leisten, da ist menschliche Wärme gar nicht hoch genug einzuschätzen. Und ich bewundere die Franzosen, die sich nicht so von ihren Politikern verarschen lassen und auf die Straße gehen. Ich wünschte mir davon nur 50 % in Deutschland, dann würde vieles besser werden.

Ich weiß, viele von Euch werden über meine Auslassungen nicht so erbaut sein – das ist in Ordnung. Jeder soll seine Meinung haben und manchmal muss man sie eben von sich geben. Wer sich düpiert fühlt, ist nicht persönlich gemeint.

Zurück zum heutigen Spiel. Ganz besonders möchte ich mich im Namen der Mannschaft für die zahlreiche moralische Unterstützung bedanken und ganz besonders bei Beccy-Schnecki, die uns heute wieder hervorragend bewirtschaftet hat.

Allen ein schönes Wochenende und den Sandra’s Bullcatchern für die nächsten Spiele mehr glückliche Händchen und auch mal wieder ein Erfolgserlebnis. Und immer dran denken, das Leben ist zu kurz für ein langes Gesicht. Und so schlecht spielen wir nie wieder, versprochen.

Euer Matze

 

Ach ja, hier der Spielbericht. Eigentlich heute unwichtig: